Bruder auf Achse

Auf dem Götakanal durch Bullerbü

Historische Schiffe auf dem Götakanal

Es ist, als habe sich Stockholm für einen Reklamespot sein prächtigstes Kleid übergestreift. Die paar Schönwetterwolken, die wie Wattebäusche den strahlend blauen Himmel sprenkeln, spiegeln sich fotogen im Riddarfjärden, dem östlichsten Ausläufer des Mälaren-Sees. Nahtlos geht der in die Ostsee über, die sich heute von ihrer gutmütigen Seite zeigt. Vom Ufer grüßen noble Villen, PS-starke Jachten und bestens gelaunte Großstädter

Schwedenliebe: nicht nur für einen Sommer

Schärengarten vor Västervik in Schweden

Das Robinsondasein beginnt mit viel Geschnatter. Wenn ich auch nur einen Augenblick die Hoffnung hatte, auf der schwedischen Schäreninsel Hasselö alleine zu sein, um den Ballast des Alltags, den Krach der Zivilisation hinter mir zu lassen, dann holt mich die fröhliche Weiberrunde schnell in die Gegenwart zurück. Die munter plappernden Ladies, allesamt nicht mehr ganz taufrisch, stürmen zielstrebig aufs Sonnendeck

Chiles wilder Süden: Leinwand für Träumer

Das Bild zeigt eine Landschaft im Süden Chiles.

Menschenfeindlich ist nicht der richtige Ausdruck für diese steinerne Einöde am vermeintlichen Ende der Welt. Der Homo sapiens, dieses verletzliche Wesen aus Haut und Knochen gehört hier nicht hin, erscheint schlicht und einfach deplatziert. Hier herrscht mit stiller, unumschränkter Macht die Natur. Regenschauer fegen erbarmungslos über den unheilvoll aufragenden nackten Fels; Sekunden später mutiert er zu einem alles Nieselschleier, mit

Galapagos: In der Werkstatt der Evolution

Landleguan auf Galapagos

Der Bursche grinst mich doch glatt unverschämt an. Seine bernsteinfarbenen Augen gleichen schmalen Schlitzen, sein Schuppenkorsett schimmert seidig-glänzend im Licht der tief stehenden Nachmittagssonne. Völlig entspannt liegt er da, den 80 Zentimeter langen Körper wohlig auf dem aufgeheizten, schwarzen Gestein ausgestreckt, den Kopf neugierig auf dieses seltsame Wesen auf zwei Beinen gerichtet. Das stellt sich gerade die Frage, ob der

Weiße Wanderer in Kanadas Eisbärenbucht

Für einen winzigen Augenblick glaube ich Trauer in ihren dunklen Augen zu entdecken; Schmerz über das seit Monaten nagende Gefühl des Hungers; Schwermut angesichts der spiegelglatten Wasserfläche, die längst unter einem dicken Eispanzer verschwunden sein sollte; Trübsinn angesichts der milden Temperaturen, die so gar nicht zum gefürchteten kanadischen Winter passen wollen. Wie gerne würde ich wissen, was die weiße Wanderin fühlt angesichts

Magie und Menschenmassen in Angkor Wat

Die Brücke zum Südtor von Angkor Wat

Gegen solche Besuchermassen wie in Angkor Wat helfen auch keine noch so ausgeklügelten Pläne. „Wir müssen vor den anderen am Einlass sein“, hatte uns der kambodschanische Reiseführer Sophal eingebläut, was nichts anderes bedeutete, als: am frühen Morgen raus aus den Federn. Dumm nur, dass andere Reisegruppen eine ähnliche Taktik verfolgen. Und seitdem zahlreiche Reiseführer den „Insider-Tipp“ verbreiteten, dass es kaum

Turbulente Traumzeit im Outback

Kann es etwas Sinnlicheres geben, als das australische Outback aus der Vogelperspektive zu erleben? Für Frans und sein Ballooning-Unternehmen habe ich mich gerne aus den warmen Federn gequält, mitten in der Nacht, noch ziemlich schlaftrunken und reichlich verfroren – angesichts von einstelligen Temperaturen, die so gar nicht zum heißen Herz des fünften Kontinents passen wollen. Ballonfahrt über das rote Herz

Müßiggang am Mekong

Er gilt als „Mutter aller Wasser“: der Mekong, der sich 4 300 Kilometer lang durch Südostasien schlängelt, von der Quelle auf dem tibetischen Hochplateau bis zum Delta im Südchinesischen Meer. 5 200 Höhenmeter überwindet er dabei, weshalb er in China „Lancang Jian“ genannt wird, der turbulente Fluss. Sein Fischreichtum ist legendär, wichtige Nahrungsquelle für 60 Millionen Menschen. Und das Mekongdelta

Im vergänglichen Eis von Grönland

Qaqortoq,

Die Warnungen der Kollegen klingen mir noch in den Ohren. „Grönland, da ist es doch eiskalt und die halbe Zeit des Jahres dunkel“, entfuhr es dem eingefleischten Italienfan angesichts meiner Reisepläne. Grönland: Das klingt für die meisten Zeitgenossen eben nach Kälte und Eisbergen, nach dicken Jacken, roten Nasen und erfrorenen Ohren. Jedenfalls nicht nach Sonnenschein, T-Shirt-Wetter und massig Eiscreme. Mal

Iran: Aufbruchstimmung im Land der Ayatollahs

Moschee, Isfahan, Iran

Ein Wort, ein Plan: Als ich überraschend die Chance bekomme, in den Iran zu reisen, muss ich nicht lange überlegen. Bilder von grenzenloser Pracht geistern durch mein Gehirn, Fotografien von atemberaubenden Landschaften, die sich zwischen öder Wüste und schneebedeckten Fünftausendern bewegen. Die Eselsbrücke „333 – bei Issos Keilerei“ ist selbst viele Jahre nach dem Schulbesuch unvergessen. Doch das Wort Iran

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