• Asien,  Laos,  Schiffsreisen

    Müßiggang am Mekong

    Er gilt als „Mutter aller Wasser“: der Mekong, der sich 4 300 Kilometer lang durch Südostasien schlängelt. 5.200 Kilometer legt er zurück von der Quelle auf dem tibetischen Hochplateau bis zum Delta im Südchinesischen Meer. In China wird er deshalb „Lancang Jian“ genannt, der turbulente Fluss. Sein Fischreichtum ist legendär, wichtige Nahrungsquelle für 60 Millionen Menschen. Und das Mekongdelta in Vietnam gilt als Reiskammer Südostasiens. Der Fluss verzweigt sich dort in unzählige Arme mit äußerst fruchtbarem Schwemmlandboden. Meine Reise auf dem Mekong Eine Reise zum Mekong? Da denken die meisten an das Delta vor dem südchinesichen Meer, an schwimmende Märkte, an einfache Hütten auf Stelzen, an Vietnamesen, die am, mit…

  • Dorf auf Island
    Europa,  Island,  Schiffsreisen

    Island: Mit beiden Beinen auf zwei Kontinenten

    Island ist das womöglich schönste Ziel für Natur- und Abenteuermenschen in Europa. Mitten im Nordatlantik, wo die Kontinentalplatten von Amerika und Eurasien auseinanderdriften und man buchstäblich mit beiden Beinen auf zwei Kontinenten stehen kann, hat sich Mutter Natur richtig verausgabt. Auf der Vulkaninsel, die mit 103 000 Quadratkilometern so groß wie Bayern und Baden-Württemberg ist, gibt es atemberaubende Wasserfälle im Überfluss, Furcht einflößende Schluchten, stinkende Erdlöcher, brodelnde Quellen und schwimmende Eisberge. Island: Ein bisschen Mittelerde, ein wenig Mordor Zugegeben: Für wärmeliebende Zeitgenossen sind die Wetterverhältnisse eine einzige, sich von Tief zu Untief hangelnde Zumutung. Doch dafür sind die mystischen Landstriche eine einzige Offenbarung. Ein bisschen Mittelerde, ein wenig Mordor und…

  • Panorama der französischen Stadt Mantes-la-Jolie
    Europa,  Frankreich,  Mit Schiff und Bahn,  Reisen,  Schiffsreisen

    Winterzauber am schönsten Abschnitt der Seine

    In der kalten Jahreszeit eine Flusskreuzfahrt von Paris nach Rouen und zurück? Was sich für Sonnenanbeter nach einer vermeidbaren Tortur anhört, ist für mich die reinste Erholung. Denn die Île-de-France und die Normandie zeigen sich von ihrer stillen, meditativen Seite. Das Schönste an einer solch winterlichen Fahrt: Die Städte geizen nicht mit Reizen, sind aber keineswegs so überfüllt wie im Sommer. Nachdem es im ersten Teil von Paris nach Rouen ging, hat die A-Rosa Vita nun gedreht und schippert gemächlich in die französische Hauptstadt zurück. Zwischenstopp in Mantes, der Schönen Der nächste Morgen präsentiert sich wie ein herbstliches Gemälde der Impressionisten, die sich liebend gern von der Beschaulichkeit entlang der…

  • Seineufer in Paris
    Europa,  Frankreich,  Mit Schiff und Bahn,  Reisen,  Schiffsreisen

    Von Paris nach Rouen: besinnliche Tage auf der Seine

    Schlagartig bin ich hellwach. Die dunklen Wolken, die sich am Vorabend über der Seine auftürmten, sind über Nacht verschwunden. Wie ein goldgelber Feuerball schiebt sich am Horizont die Sonne hervor, taucht das stille Land in ein komplettes Farbenspektrum. Nebelschleier wabern wie Feengewänder über Wiesen und Wälder, dazwischen tauchen winzige Puppenstuben-Städtchen auf. Eine Fluss-Kreuzfahrt auf der Seine im Dezember Wenn ich jemals Zweifel hatte, ob die Wochen vor Weihnachten die richtige Jahreszeit für eine Flusskreuzfahrt auf der Seine von Paris nach Rouen sind: Dieser fast schon kitschig schöne Morgen mit roten, blauen und violetten Streifen am Firmament zerstreut alle Bedenken. Dick vermummt stehe ich an Deck, wärme meine frierenden Hände an…

  • der Bahnhof von Irkutsk an der Transsib unweit des Baikalsees in Russland
    Asien,  Mit Schiff und Bahn,  Reisen,  Russland,  Schiffsreisen,  Sieben Tage in...,  Zugreisen

    Am Baikal entlang: auf Tuchfühlung mit der Transsib

    Zwei Kontinente, sieben Zeitzonen und 9288 Kilometer. Der nüchterne Satz kann die Superlative dieser Zugstrecke zwischen Moskau und Wladiwostok nur bedingt beschreiben. Das Abenteuerliche einer Reise mit der Transsib lässt sich ohnehin nicht in Worte fassen. Ich schwanke immer ein wenig zwischen Begeisterung und Bedenken. Für einen alten Eisenbahnfan ist die Bahnreise durch das größte Land der Erde natürlich ein Lebenstraum. Und wer wollte nicht die klangvollen Städte, die großen Ströme wie Jenissei oder Amur sehen und zuletzt den See der Rekorde, den Baikal? Regel- oder Touristenzug? Andererseits ist da dieses Grummeln in der Magengrube. Zugfahren nur um des Fahrens willen, ohne wirklich Zeit, das Fremde kennenzulernen? Der Gedanke an…

  • Pappmascheefiguren vom Boi Bumba-Festival in Parintins am Amazonas, Brasilien.
    Amerika,  Brasilien,  Schiffsreisen

    Dschungelparty am Amazonas: Boi Bumba in Parintins

    Auf einen solch verrückten Namen muss ein geschäftstüchtiger Werbestratege auf der Suche nach neuen Ideen erst einmal kommen. Bumbá-meu-Boi – oder abgekürzt Boi Bumba – heißt sinngemäß „Steh auf mein Ochse“. Für Parintins – mit 110 000 Einwohnern und einer Fläche von knapp 6000 Quadratkilometer die zweitgrößte Stadt im brasilianischen Bundesstaat Amazonas – ist die so poetisch klingende Aufforderung jedenfalls bare Münze wert. Einmal im Jahr wird das verschlafene Provinznest auf einer noch verschlafeneren Amazonasinsel zur Party-Location und wird landesweit in einem Atemzug mit Rio, dem Karnevalsmekka am Atlantik genannt. Parintins als Party-Location Aus allen Ecken Brasiliens strömt das partygeile Völkchen herbei, wenn am letzten Wochenende im Juni Boi Bumba…

  • Indianer der Huitoto am Oberlauf des Amazonas
    Amerika,  Brasilien,  Schiffsreisen

    Dörfliches Leben am Oberlauf des Amazonas

    In Manaus haben wir noch nicht einmal die Hälfte unserer 3800 Kilometer langen Reise zwischen Bélem und Iquitos in Peru hinter uns. Am Oberlauf des Amazonas, dem Rio Solimões, gibt es bis zur kolumbianischen Grenze nur noch kleinere Orte – wie Jutai, zu denen ich euch mit diesem Beitrag entführen will. Und natürlich will ich auch von der Natur des wasserreichsten Flusses der Erde erzählen. Insektenparadies Amazonas Über Nacht hat sich das Schiffsdeck zu einem Landeplatz für Insekten verwandelt. Schwarze Käfer, glänzend wie chinesische Lackdöschen krabbeln zu Hunderten über den Boden. Schmetterlinge, groß wie ein Füllfederhalter suchen sich ein schattiges Plätzchen auf dem Amazonasschiff. Trotz der frühen Stunde brennt die…

  • Bootshafen in Manaus
    Amerika,  Brasilien,  Reisen,  Schiffsreisen,  Städtereisen

    Manaus – die Dschungelmetropole am Amazonas

    Die Reise auf dem Amazonas geht weiter. In Bélem, dem Tor zu Amazonien, sind wir zu der zweiwöchigen Schiffstour gestartet, die uns durch die Breves-Känäle zur Karibik Amazons führte. So wunderschön die Sandstrände von Alter do Chão auch sind – jetzt zieht es uns zum „Paris am Amazonas“, Manaus. Filmreife Kulisse Manaus: Schon das Wort beschwört Bilder herauf, unvergessliche Filmbilder. Vor meinem geistigen Auge taucht Fitzcarraldo auf, Werner Herzogs Leinwandwahnsinniger, wie er sich im weißen Leinenanzug und mit wirrem Haarschopf wie ein Besessener in die Riemen legt, um mit der Dame seines Herzens rechtzeitig die Opernaufführung im Teatro Amazon zu erreichen. Ich sehe ihn vor mir, den Exzentriker, gespielt von Klaus Kinski, der…

  • Amerika,  Brasilien,  Reisen,  Schiffsreisen

    Karibikfeeling mitten in Amazonien

    Manche Ecken der Erde wecken Sehnsüchte, wenn ihr Name fällt. Der Amazonas, der mit Abstand wasserreichste Fluss der Erde, ist für mich zweifelsohne einer dieser Sehnsuchtsorte. Es ist nicht nur seine pure Größe, die mich fasziniert, seine ungeheure Länge quer durch den südamerikanischen Kontinent. Es ist seine Bedeutung für Amazonien, diese grüne Lunge unseres Planeten. Auf ihm zu reisen, vom brasilianischen Belém bis nach Iquitos auf peruanischem Boden, hat nichts von einer Flusskreuzfahrt an sich; oft ist das Ufer nur ein schmaler Strich am Horizont. 14 Tage lang werden wir dem „Solimões“ folgen, wie der Fluss am brasilianischen Oberlauf noch immer heißt. Das Abenteuer beginnt gleich hinter Belém. Am Morgen…

  • Das Bild zeigt den Hafen der brasilianischen Stadt belém im Amazonasdelta
    Amerika,  Brasilien,  Schiffsreisen,  Städtereisen

    Unter Geiern im brasilianischen Belém

    Einmal den größten Fluss dieser Erde befahren und in den undurchdringlichen Regenwald am Amazonas eintauchen: Wer sich auf eine solche Reise begibt, betritt wirklich Neuland. Es ist nicht allein die Entfernung von 3800 Kilometern, die zwischen dem brasilianischen Belém und der Urwaldmetropole Iquitos auf peruanischem Boden liegt. Es ist der Mythos dieses Strom, der all unsere Vorstellungen einer Flussreise auf den Kopf stellt. Während der 18-tägigen Schiffstour sind wir durch Städte gestreift, die nur noch ein blasses Abbild ihrer einstigen Pracht sind, haben Indianer besucht, die den Spagat zwischen Vergangenheit und Gegenwart meistern, haben eine Vorstellung davon bekommen, welch ungeheurer Schatz der gefährdete Regenwald darstellt. Der Amazonas war unser Highway…

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