Bruder auf Achse

Im vergänglichen Eis von Grönland

Qaqortoq,

Die Warnungen der Kollegen klingen mir noch in den Ohren. „Grönland, da ist es doch eiskalt und die halbe Zeit des Jahres dunkel“, entfuhr es dem eingefleischten Italienfan angesichts meiner Reisepläne. Grönland: Das klingt für die meisten Zeitgenossen eben nach Kälte und Eisbergen, nach dicken Jacken, roten Nasen und erfrorenen Ohren. Jedenfalls nicht nach Sonnenschein, T-Shirt-Wetter und massig Eiscreme. Mal abgesehen davon, dass die Einheimischen fast schon euphorisch von den Polarnächten schwärmen, wenn der Schnee das Mondlicht reflektiert und Nordlichter in allen erdenklichen Farben über das Firmament tanzen; im Sommer, wenn die Tage keinen Anfang und kein Ende haben, wenn das klare Licht des Nordens alle Töne des Farbkastens zum Leuchten bringt, kommt die größte Insel der Erde den Vorstellungen eines irdischen Paradieses schon ziemlich nahe.

Discobucht in Westgrönland
Die Discobucht ist die größte Attraktion Westgrönlands.

Nachts in Illulisat

Das Land Erichs des Roten macht regelrecht süchtig – was nicht allein an dem sündhaft teuren Glas Sekt liegt, das die muntere Weiberrunde schlürft – nachts um 3 Uhr auf dem Balkon des Hotels Arctic in Illulisat, dem nördlichsten Vier-Sterne-Hotel der Welt. Wie ein gleißender Ball steht die Sonne hoch über dem Horizont und taucht das überwältigende Aquarell der Natur in ein strahlendes Licht. Ein Teppich aus flüssigem Silber hat sich auf den Fjord gelegt, der Sekunden später mal milchig grau, mal himmlisch blau leuchtet. Gewaltige Eisberge treiben gemächlich vorbei, märchenhafte Paläste, die ihr Ebenbild im glatten Spiegel des stillen Meeres finden. Unnahbar und ungeheuerlich. Die Sonne wärmt wie an einem milden Frühlingstag in heimischen Gefilden, das Gefühl für Raum und Zeit ist 400 Kilometer nördlich des Polarkreises verloren gegangen. Und selbst die 6000 Schlittenhunde, deren Gejaule zu einer wilden Kakophonie anschwillt und die nichts so sehr herbeisehnen wie den nächsten Winter, lassen sich für einen Moment vom Zauber dieser Sommernacht einfangen.

Zodiacs in der Disco-Bucht
Sicher manövrieren die Zodiacs durch die Eisplatten der Discobucht.

Mitternachtssonne: Das Wort klingt irgendwie mystisch, und auf die jungen Grönländer wirkt die Laune der Natur wie Adrenalin. Sechsjährige kicken noch nachts um elf Fußball hinter den quietschbunten Häusern der hübschen Siedlung. Junge Grönländerinnen stolzieren auf aberwitzig hohen Stöckelschuhen zum Café Latte im Cab-Inn-Hotel, während die männlichen Altersgenossen mangels Straßennetz mit chromglänzenden Kisten die paar Kilometer zum Flughafen und zurück düsen. Die Iglus am Hotel Arctic ähneln im Licht der tief stehenden Sonne gestrandeten Raumschiffen, und vor den knallbunten Häusern harren PS-starke Schneemobile ihres nächsten Einsatzes.

Kreuzfahrtschiff in der Discobucht.
Jedes Jahr kreuzen unzählige Kreuzfahrtschiffe durch die Discobucht.

Schrundiger Lindwurm aus Eis

Es ist ein schwieriger Spagat zwischen Jahrtausende alter Jägerkultur und modernem Leben, und nirgendwo ist er besser zu beobachten als in Ilulissat, dem Hotspot des Grönlandtourismus. Die größte Attraktion des hübschen Ortes ist der fast 40 Kilometer lange und bis zu sieben Kilometer breite Eisfjord, ein schrundiger Lindwurm, der nahezu minütlich gewaltige Eisbrocken ausspuckt und sie wie ein überdimensionaler Besen in die Discobucht fegt, wo schon Peter Hoegs Romanfigur Fräulein Smilla mit dem Gespür für Schnee unerschrocken auf Spurensuche ging. Seine eisige Fracht wird ihm vom produktivsten Gletscher der nördlichen Hemisphäre, dem Sermeq Kujalleq, aufgebürdet.

Ein Strom aus gepresstem Eis

Bis zu 22 Meter legt dieser gewaltige Strom aus gepresstem Eis Tag für Tag zurück, alle zwei bis vier Wochen können Wagemutige im Hubschrauber das Schauspiel des Kalbens verfolgen, das kleine Tsunamis im Fjord auslöst. „Bis zu 1 000 Meter können diese Abbruchstücke hoch sein“, erzählt Eduard, der sein ganzes Leben in Grönland verbracht hat. Im Jahr 2012 brach ein Stück von der Größe Manhattans ab, ein 15 000 Jahre altes Relikt, das wie alle Riesen an der Mündung zur Discobucht an seine Grenzen stieß. Weil der Fjord dort nämlich nur 200 Meter tief ist, gelangen nur kleinere Berge ins offene Meer. Doch selbst die sind noch so kolossal, dass sie auf ihrer langen Reise – zunächst nördlich in die Baffin Bay, anschließend Richtung Süden entlang der kanadischen Küste – erst auf der Höhe von New York endgültig schmelzen. Der berühmteste Eisberg, den die größte Insel der Welt jemals auf den Weg schickte, war jenes Ungetüm, das der „Titanic“ zum Verhängnis wurde.

Gletscher in Grönland
Gewaltige Gletscher fließen ins Meer. Der Mensch wirkt dagegen ganz klein.

Gletscher auf Grönland
Wunderschön, zugleich zart und zerbrechlich sind diese unwirklich schimmernden Giganten, die zu Hunderten an den malerischen Orten aus der dänischen Kolonialzeit vorbeitreiben. Unter immensem Druck wurde das Eis im Laufe der Jahrtausende so stark komprimiert, dass es je nach Lichteinfall tiefblau, hellblau, türkis oder grünlich leuchtet. Zahlungskräftige Touristen lassen sich per Helikopter bis zur Abbruchkante des Sermeq Kujalleq bringen, der vom grönländischen Inlandeis gespeist wird, weniger gut betuchte vertrauen den eigenen Füssen oder Einheimischen, die ihre Boote umsichtig in die weiße Wüste hineinsteuern. Zerrissene Schollen drängen heran und gleiten wieder davon, schwappen knirschend gegen den Rumpf, schwimmen lautlos davon, dem unausweichlichen Ende entgegen. Mit den größeren Exemplaren spielt das Schiff Rammbock, die kleineren flutschen fluchtartig weg.

Welt aus weißen Scherben

Alles treibt, alles fließt, nichts hat Bestand in dieser wunderbaren Welt aus weißen Scherben. Kleine Fischerboote und Zodiacs suchen den Weg durch diese Welt in Weiß, geben der Parade der Eisberge Geleit, die mit der Strömung gen Süden zieht. Manchmal rumpelt es gefährlich, wenn Eisbrocken tosend ins Wasser stürzen. So verlockend die Wunderwerke der Natur auch sind, zu nah sollte man nicht an sie heranfahren. Denn die instabilen Gebilde können plötzlich brechen, ihr Gewicht verlagern und rollen. Und wenn ein haushohes Ungetüm, das nur die Spitze des Eisberges ist, ins Wanken gerät und sein Unterstes zuoberst dreht, befindet man sich besser in sicherer Entfernung.
Sprachlos begegnet der Betrachter diesem Bild des Friedens. Tosend rauscht das wilde Schmelzwasser an den mächtigen Flanken der vergänglichen Riesen herab, überzieht die Gesichter der menschlichen Eindringlinge mit einem hauchfeinen Nebel aus Feuchtigkeit.

Zodiactour in Grönland
Eine Zodiactour zur Abbruchkante eines Gletschers ist ein besonderes Erlebnis.

Eisige Skulpturen zackig und spitz

Wind, Wellen und die Sonne haben Jahrtausende altes Eis zu einzigartigen Skulpturen geformt, mal glatt geschliffen, mal zackig und spitz. Wer sich die Fantasie aus Kindertagen bewahrt hat, kann noch weit mehr entdecken: Liegt dort nicht eine Echse unbeweglich in der Sonne? Dampft hier nicht ein Ozeanriese durch das stahlgraue Wasser? Und über allem liegt der unvergleichliche Gesang der Vergangenheit: wenn Abermillionen von Sauerstoffbläschen, für Jahrtausende im Gletschereis Grönlands gefangen, den Fjord zum Singen bringen. „Jeder dieser Giganten könnte New York mühelos für ein Jahr mit Wasser versorgen“, erzählt Eduard, während ein paar Meter weiter ein mächtiger Eisbrocken mit lautem Poltern herabstürzt und die winzige Nussschale gefährlich schwanken lässt.

Schwimmen zwischen Eisbergen

„Als kleine Buben haben wir uns einen Spaß daraus gemacht, zu einem der Eisberge zu schwimmen,“ erzählt der junge Grönländer, der von seinen Freunden nur Tuitu genannt wird: „

„Wer es am längsten im Wasser aushielt, hatte gewonnen.“

Allein die Vorstellung, in das nur wenige Grad warme Wasser zu steigen, lässt Mitteleuropäer frösteln – trotz der Sonne, die strahlend hell vom stahlblauen Himmel knallt. Eingemummelt in Kapuzenjacken aus Robbenfell fühlt man sich fast ein wenig wie ein Grönländer, auch wenn die Frage unbeantwortet bleibt, ob die unendliche Weite und Einsamkeit dieses Landes nun berauschend oder beängstigend ist. Das kalte Ende der Welt sprengt nämlich alle Vorstellungen. Fast 2,2 Millionen Quadratkilometer ist die Barriere zwischen Europa und Amerika groß, der nördlichste Punkt liegt noch 740 Kilometer vom Nordpol entfernt, der südlichste Kap Farvel auf dem Breitengrad Oslos. Und doch verlieren sich nur 57 000 Menschen an der 44 000 Kilometer langen Küstenlinie, in mehr oder weniger winzigen Ortschaften, die nur mit Boot oder Helikopter zu erreichen sind.

Sisimiut auf Grönland
Sisimiut ist die zweitgrößte Stadt Grönlands. Hier gibt es sogar ein Freibad.

Es war der Norweger Fridtjof Nansen, der als Erster das Inlandeis überquerte, dieses weiße Tuch, das den größten Teil Grönlands bedeckt und das bis zu 100 000 Jahre auf dem Buckel hat. Bis zu drei Kilometer ist diese Mauer in all ihrer Macht und Pracht hoch und dabei so schwer, dass sie das Urgestein bis zu 800 Meter nach unten gedrückt hat: Ohne ihren Eisdeckel wäre Grönland gleichsam die größte Salatschüssel der Welt. Keine Straße, kein ausgetrampelter Pfad stört diese absolute Leere.

Wimpernschlag in Grönlands Geschichte

Als der rothaarige Erik und sein Gefolge von Island kommend im Jahr 985 westlich von Kap Farvel landete, taufte es der geächtete Wikinger reichlich großspurig auf den Namen „Grünland“. Die Herrschaft der Isländer über die neue Heimat war nur ein Wimpernschlag in Grönlands Geschichte; ihre imposanten Bauten, darunter eine gewaltige Domkirche mit lichtdurchfluteten Fenstern, sind längst verfallen. Bei Igaliku, einem Dorf inmitten saftig grüner Wiesen und Felder, wurden über 40 Ruinen aus der Zeit Erichs des Roten und seiner Nachfahren ausgegraben, und über die kümmerlichen Mauerreste der Siedlungen Gardar und Brattahlid kriechen Moose und Flechten, als habe es die Epoche der Nordmänner auf Grönland nie gegeben. In der Mitte des 16. Jahrhunderts verschwanden sie so plötzlich, wie sie gekommen waren, oder vermischten sich mit den Inuit. Die wenigen Besucher, die in den Süden Grönlands kommen, treibt weniger geschichtliches Interesse. Es ist die Suche nach Ursprünglichkeit, nach unberührter Wildnis, die Zivilisationsmüde in dieses Sehnsuchtsland im hohen Norden spült.

Die Bauten der Wikinger im Süden Grönlands sind längst verfallen.

Das Leben der Inuit

Die Invasion der Moderne lässt die herkömmliche Lebensweise der Inuit als Jäger und Fischer wanken. Alkoholmissbrauch und Selbstmord stiegen nach Zwangsumsiedlungen in gesichtslose Wohnblöcke sprunghaft an. Mögen die Inuit, die vor über 4 500 Jahren nach Grönland kamen, auch ihre Umiaks und Kajaks gegen dieselbetriebene Boote getauscht haben: auf den lokalen Märkten dominiert – neben Wal – noch immer das tiefrote Fleisch der Robben, das tägliche Brot des überlebenstüchtigen Volkes. Selbst im Prins Christian Sund, wohin sich menschliche und tierische Jäger nur selten verirren, tummeln sich bis zu 200 Kilogramm schweren Bartrobben, die sich am Fuße mächtiger Gletscher auf Eisschollen sonnen und neugierig die seltsamen Gestalten in schwarzen Zodiacs beäugen – weil die 100 Kilometer lange Meeresstraße ganz im Süden der riesigen Insel ein beliebtes Ziel von Kreuzfahrtschiffen ist. „Früher brachten die Robbenfelle gutes Geld“, erzählt Salik, der junge Inuit in der Gerberei Great Greenland, wo der wertvolle Pelz mit dem seidigen Schimmer zu Jacken, Handtaschen und Stiefeln verarbeitet wird; doch wegen der undifferenzierten Kampagnen gegen die grausame Massenabschlachtung von Robbenbabys liegen die modisch eingefärbten Felle heute wie Blei in den Regalen. „Es wird immer schwieriger, wie unsere Vorfahren zu leben“, bestätigt Eduard.

Robbe an Grönlands Küste
Wer beobachtet wen: Die Robbe lässt sich von den menschlichen Eindringlingen nicht stören.

Schippern durch die Welt der Eisberge

Auch er ist wegen fehlender Perspektiven aus seinem kleinen Geburtsort weggezogen, hat sich in dem wesentlich größeren Illulisat niedergelassen, wo er Touristen durch die Welt der Eisberge schippert. Dabei leben die Inuit in tiefem Respekt vor der Natur, betreiben Bestandssicherung schon aus Eigeninteresse: Nur ausgewachsene Robben werden von den Jägern erlegt, die – wie einst die Ahnen – stundenlang an einem Atemloch der massigen Tiere ausharren. Knud Rasmussen, ein entfernter Verwandter des norwegischen Nationalhelden Fridtjof Nansen, war der Erste, der die Inuit nicht nur als kurioses Inventar einer erbarmungslosen Landschaft betrachtete, sondern höchste Achtung vor ihrer Kultur, ihrer Lebensweise hatte – weshalb ihn die so Geachteten liebevoll Kununnguaq, unseren Knud, nennen.

Qaqortoq auf Grönland
Qaqortoq gilt unter Grönland-Kennern häufig als die schönste Siedlung des ganzen Landes.
Springbrunnen in Qaqortoq
….und hier gibt es auch den wohl nördlichsten Springbrunnen der Welt.

Grönland und der Buchstabe Q

Qaqortoq ist ein recht einfallsloser Name für grönländische Verhältnisse. In einem Land, wo verschwenderisch mit dem Buchstaben Q umgegangen wird und einzelne Wörter schon mal über eine halbe DIN A4- Zeile reichen können, geht einem der Name der größten Stadt Südgrönlands fast mühelos über die Lippen – im Vergleich zu all den Zungenbrechern wie Ittoqqortoormiit, Qasigiannguit oder Kangerlussuaq. Wer selbst bei Qaqortoq ins Schleudern kommt, kann auf die deutsche Übersetzung zurückgreifen, wobei sich einem an einem schönen Sommertag kaum erschließt, warum das verschlafene Nest am Eingang des Igaliku-Fjordes „Die Weiße“ heißt. Das 3 400-Seelen-Dorf, das von Grönland-Kennern häufig als das schönste des ganzen Landes bezeichnet wird, ist eine zusammengewürfelte Ansammlung kunterbunter Holzhäuser. Als gelte es gegen eine monatelang blasse Natur anzukämpfen, gegen silberblaue Flechten, mattgrüne Grasflächen und graubraunes Gestein sowie einen milchigen Himmel, strahlen sie in Sonnenblumengelb, Ochsenblutrot, Königsblau oder Smaragdgrün – als habe jemand eine prall gefüllte Kiste mit Holzklötzchen über die steil aufragenden Hänge ausgekippt.

Sisimiut auf Grönland
Pastellfarbene Häuser prägen Sisimiut….
…weiße Holzkreuze und Plastikblumen den Friedhof des Ortes.

Drumherum gibt es nichts als archaische Landschaft aus Granit und Gneis, Hunderte von Jahrmillionen alt. Wie Federkiele kratzen schwarz-braun geäderte Felsspitzen am wolkenverhangenen Himmel, gehen über in glatt geschmirgelte Bergrücken, die wie gestrandete Wale im blaugrauen Meer liegen. Selbst während des grönländischen Sommers stemmen sich die Geröllfelder mit Wucht gegen den Hauch von Grün, und wären da nicht die leuchtend gelben Butterblumen, die Lupinen mit ihrem verschwenderischen Lila und Grönlands Nationalblume, das arktische Weidenröschen mit seinen pinkfarbenen Blüten, – die Welt würde in Grau und Braun versinken.

Ein Meer aus Farben

Eine Stimmung von sehnlichst erwartetem Aufbruch liegt über dem Ort, von arktischer Idylle, und wäre das Wasser, das gegen die glatt geschliffenen Felsen plätschert, nicht so eiskalt, käme sogar Urlaubsstimmung auf. Urplötzlich tritt die Sonne aus einer dünnen Wolkenschicht heraus und taucht den endlosen Himmel in ein Meer aus Farben. Orange, gelb, blutrot. Scheinbar schwerelos schwebt der Feuerball über den Horizont, denkt nicht im Traum daran, einer langen dunklen Nacht mit kühleren Tönen Platz zu machen. Während man träge auf das nächste Szenenbild dieses kolossalen Theaters wartet, kommen einem die Warnungen der Kollegen in den Sinn. Wer mag angesichts dieses funkelnden Abendhimmels, der Spiegelung von Wolken und Farben im Wasser schon an kalte Tage denken, wenn die Sonne tiefer sinkt und eisige Winde sowie tobende Stürme über Grönlands Mitte hinwegfegen? Die Polarnacht, jenes lange, große Dunkel, ist unendlich weit entfernt.

Informationen

Anreise: Air Greenland fliegt von Kopenhagen nach Kangerlussuaq und Narsasuaq im Süden Grönlands. Da der Flug von Kopenhagen früh morgens startet, muss man eine Nacht in Kopenhagen einplanen. In den Sommermonaten gibt es jedoch auch regelmäßige Flüge zur Mittagszeit, sodass die Übernachtung in Kopenhagen entfällt. Der Flug kostet etwa 700 Euro.

Unterwegs im Land: Es gibt praktisch nur zwei Möglichkeiten, im Land zu reisen – entweder per Flugzeug oder per Schiff. Air Greenland bedient alle größeren Orte an Ost- und Westküste. Da Grönländer viel unterwegs sind, empfiehlt es sich, Flüge rechtzeitig zu buchen. Dies gilt auch für Schiffspassagen der Arctic Umiac Line, die im Liniendienst die Häfen an der Westküste zwischen Qaportoq und Upernavik ansteuert.
Der Preis für die gesamte Strecke liegt zwischen 550 Euro (Couchette) und 965 Euro (pro Person in einer Zwei- Bett-Kabine mit eigenem Bad).

Auskünfte: Greenland Tourismus, P.O. Box 1139, Strandgade 91, DK- 1010 Kopenhagen, Telefon (00 45) 32 83 38 80.

Was ich nicht geschafft habe, hat Liane von der Reiseeule unternommen – nämlich einen Abstecher zum Inlandseis. Hier geht es zu ihrem Bericht.

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18 Kommentare

  1. Liebe Elke,
    vielen Dank, das freut mich sehr. Es ist halt wirklich nicht Jedermanns Reiseziel, aber wer einmal das besondere Licht des Nordens erlebt hat, der kann meine Begeisterung verstehen.

    1. Liebe Kristin
      danke für dein Lob. Ja auf Spitzbergen war ich auch schon mal. Und irgendwann werde ich es auch mal für den Blog aufbereiten. Vielleicht hast du dann ja Lust es zu verlinken.

  2. Wow, was für eine Reise. Deine Fotos beeindrucken mich total und ich würde jetzt gerne in den Flieger steigen und sofort alles live sehen.
    Danke für die schönen Eindrücke!
    LG Susanne

  3. Liebe Roswitha,

    Grönland steht schon so lange auf meiner Wunschliste. Geschafft habe ich es bisher nur, drüber zu fliegen und die unglaublichen Ausblicke aus der Luft zu genießen. Aber irgendwann schaffen wir es noch dahin. Danke für Deinen tollen Bericht.

  4. Grönland ist so toll. War dieses Jahr in Südgrönland unterwegs und bin immer noch ganz begeistert. Die Gegend um Illulisat und Sisimiut will ich aber irgendwann auch noch sehen.

    Du kannst ja gerne mal in meine Bericht reinschauen. Von Fan zu Fan 🙂

    Es grüßt
    DieReiseEule Liane

  5. Toller Bericht eines wahnsinnig schönen Landes. Mein Mann hat mal 3 Monate auf Grönland gelebt und gearbeitet in Sisimiut. Er ist auch begeistert ,aber auch etwas erschreckt über den Umgang mit alkohol und vorallem auch der häuslichen Gewalt dort. Da ist so einiges schief gelaufen mit den Kennenlernen der Westlichen Welt , wie bei so vielen Urvölkern und jetzt wird zwar versucht was zu retten , aber das ist nicht einfach, wenn nicht unmöglich, wenn man die Veränderung der Natur auch noch hinzuzieht.

    LG aus Norwegen
    Ina
    http://www.mitkindimrucksack.de

    1. Lieber Ina,
      Ja so ist es. Ich habe das auch gesehen. Die Inuit sind nicht im Heute angekommen und ihre alte Lebensweise funktioniert auch nicht mehr. Ähnlich sieht es bei vielen Indianerstämmen in Kanada und den USA aus. Den Preis für alle Veränderungen zahlen die Menschen.

  6. Ein toller Bericht und ein toller Reisebericht! Eine Bekannte von mir ist für ein Jahr nach Grönland gezogen, seit dem steht das Land auch auf meiner Bucket List.

    Liebe Grüße,
    Alex

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