Bruder auf Achse

Chiles wilder Süden: Leinwand für Träumer

Das Bild zeigt eine Landschaft im Süden Chiles.

Menschenfeindlich ist nicht der richtige Ausdruck für diese steinerne Einöde am vermeintlichen Ende der Welt. Der Homo sapiens, dieses verletzliche Wesen aus Haut und Knochen gehört hier nicht hin, erscheint schlicht und einfach deplatziert. Hier herrscht mit stiller, unumschränkter Macht die Natur. Regenschauer fegen erbarmungslos über den unheilvoll aufragenden nackten Fels; Sekunden später mutiert er zu einem alles Nieselschleier, mit

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Galapagos: In der Werkstatt der Evolution

Landleguan auf Galapagos

Der Bursche grinst mich doch glatt unverschämt an. Seine bernsteinfarbenen Augen gleichen schmalen Schlitzen, sein Schuppenkorsett schimmert seidig-glänzend im Licht der tief stehenden Nachmittagssonne. Völlig entspannt liegt er da, den 80 Zentimeter langen Körper wohlig auf dem aufgeheizten, schwarzen Gestein ausgestreckt, den Kopf neugierig auf dieses seltsame Wesen auf zwei Beinen gerichtet. Das stellt sich gerade die Frage, ob der

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Weiße Wanderer in Kanadas Eisbärenbucht

Eisbären sind die größten Landraubtiere der Erde. Wer die weißen Petze in freier Wildbahn erleben will, muss nach Kanada, in die eiskalte Tundra der Provinz Manitoba. Der kleine Ort Churchill an der Hudson Bay schimpft sich als Eisbärenhauptstadt der Welt, und die Chancen, die Herrscher der Tundra zu sehen, stehen gut. Die Welt der Eisbären verändert sich Für einen winzigen Augenblick

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Magie und Menschenmassen in Angkor Wat

Die Brücke zum Südtor von Angkor Wat

Gegen solche Besuchermassen wie in Angkor Wat helfen auch keine noch so ausgeklügelten Pläne. „Wir müssen vor den anderen am Einlass sein“, hatte uns der kambodschanische Reiseführer Sophal eingebläut, was nichts anderes bedeutete, als: am frühen Morgen raus aus den Federn. Dumm nur, dass andere Reisegruppen eine ähnliche Taktik verfolgen. Und seitdem zahlreiche Reiseführer den „Insider-Tipp“ verbreiteten, dass es kaum

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Sieben Tage Pilgern in Israel

Temeplberg in Jerusalem im Hahnenschreikirche

Es ist ein besonderer Moment während dieser sieben Tage in Israel, der spontane Gesang einer indischen Pilgergruppe in der Jerusalemer St. Anna-Kirche. In dem schlichten Gotteshaus , nur einen Katzensprung vom imposanten Löwentor entfernt, betete schon die Witwe Balduin I. , der sich zu Beginn des 12. Jahrhunderts acht Jahre lang König von Jerusalem nennen durfte. Es ist eine besondere Reise

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Turbulente Traumzeit im Outback

Kann es etwas Sinnlicheres geben, als das australische Outback aus der Vogelperspektive zu erleben? Für Frans und sein Ballooning-Unternehmen habe ich mich gerne aus den warmen Federn gequält, mitten in der Nacht, noch ziemlich schlaftrunken und reichlich verfroren – angesichts von einstelligen Temperaturen, die so gar nicht zum heißen Herz des fünften Kontinents passen wollen. Ballonfahrt über das rote Herz

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Müßiggang am Mekong

Er gilt als „Mutter aller Wasser“: der Mekong, der sich 4 300 Kilometer lang durch Südostasien schlängelt, von der Quelle auf dem tibetischen Hochplateau bis zum Delta im Südchinesischen Meer. 5 200 Höhenmeter überwindet er dabei, weshalb er in China „Lancang Jian“ genannt wird, der turbulente Fluss. Sein Fischreichtum ist legendär, wichtige Nahrungsquelle für 60 Millionen Menschen. Und das Mekongdelta

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Im vergänglichen Eis von Grönland

Qaqortoq,

Die Warnungen der Kollegen klingen mir noch in den Ohren. „Grönland, da ist es doch eiskalt und die halbe Zeit des Jahres dunkel“, entfuhr es dem eingefleischten Italienfan angesichts meiner Reisepläne. Grönland: Das klingt für die meisten Zeitgenossen eben nach Kälte und Eisbergen, nach dicken Jacken, roten Nasen und erfrorenen Ohren. Jedenfalls nicht nach Sonnenschein, T-Shirt-Wetter und massig Eiscreme. Mal

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Iran: Aufbruchstimmung im Land der Ayatollahs

Moschee, Isfahan, Iran

Ein Wort, ein Plan: Als ich überraschend die Chance bekomme, in den Iran zu reisen, muss ich nicht lange überlegen. Bilder von grenzenloser Pracht geistern durch mein Gehirn, Fotografien von atemberaubenden Landschaften, die sich zwischen öder Wüste und schneebedeckten Fünftausendern bewegen. Die Eselsbrücke „333 – bei Issos Keilerei“ ist selbst viele Jahre nach dem Schulbesuch unvergessen. Doch das Wort Iran

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Island: Mit beiden Beinen auf zwei Kontinenten

Dorf auf Island

Island ist das womöglich schönste Ziel für Natur- und Abenteuermenschen in Europa. Mitten im Nordatlantik, wo die Kontinentalplatten von Amerika und Eurasien auseinanderdriften und man buchstäblich mit beiden Beinen auf zwei Kontinenten stehen kann, hat sich Mutter Natur richtig verausgabt. Auf dem Eiland, das mit seinen 103 000 Quadratkilometern so groß wie Bayern und Baden-Württemberg ist, gibt es atemberaubende Wasserfälle

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