Madeira: Lorbeer, Levadas und ein Fußballgott

Das Bild zeigt die Küste von madeira

Christiane Ronaldo steht im Regen. Unaufhörlich prasseln dicke Regentropfen auf den portugiesischen Stürmerstar herab, rinnen erbarmungslos über Augen und den gegelten Haarkamm. Das miese Wetter passt so gar nicht zu der heroischen Pose des Fußballgottes, dessen übergroßes Ego sich nicht mit Durchschnittlichem zufriedengibt. Deshalb ist sein bronzenes Abbild in Madeiras Hauptstadt Funchal auch etwas größer als gewöhnlich ausgefallen. Er verstehe

Die Wohlfühl-Welt der Euganeischen Hügel

Paola, die resolute Italienerin, holt sich eine Absage nach der anderen. Die Physiotherapeutin mit dem modischen Kurzhaarschnitt wandert von Sonnenliege zu Sonnenliege, im Gepäck die nachmittägliche Wassergymnastik, die Gelenke schmiert und Muskeln stärkt. Doch die italienischen Signoras in knappen Bikinis, die deutschen Herren mit Bierbauch schlürfen lieber den obligatorischen Aperol Spritz statt sich im 36 Grad warmen Thermalwasser zu verausgaben.

Eine Perle für AIDA

Boris Beckers Arbeitsplatz ist deutlich größer als der geheiligte Rasen von Wimbledon. Stolze 300 Meter misst seine Werkstätte, und in der Breite bringt sie es locker auf 37 Meter. Was der 36-Jährige mit seinem berühmten Tennis spielenden Namensvetter aus Leimen gemein hat? Ehrgeiz, Willensstärke und Siegermentalität. Der Mann aus dem Ruhrpott, der mit seinem dunklen Rauschebart an einen richtigen Seebären

Auf dem Götakanal durch Bullerbü

Historische Schiffe auf dem Götakanal

Es ist, als habe sich Stockholm für einen Reklamespot sein prächtigstes Kleid übergestreift. Die paar Schönwetterwolken, die wie Wattebäusche den strahlend blauen Himmel sprenkeln, spiegeln sich fotogen im Riddarfjärden, dem östlichsten Ausläufer des Mälaren-Sees. Nahtlos geht der in die Ostsee über, die sich heute von ihrer gutmütigen Seite zeigt. Vom Ufer grüßen noble Villen, PS-starke Jachten und bestens gelaunte Großstädter

Schwedenliebe: nicht nur für einen Sommer

Schärengarten vor Västervik in Schweden

Das Robinsondasein beginnt mit viel Geschnatter. Wenn ich auch nur einen Augenblick die Hoffnung hatte, auf der schwedischen Schäreninsel Hasselö alleine zu sein, um den Ballast des Alltags, den Krach der Zivilisation hinter mir zu lassen, dann holt mich die fröhliche Weiberrunde schnell in die Gegenwart zurück. Die munter plappernden Ladies, allesamt nicht mehr ganz taufrisch, stürmen zielstrebig aufs Sonnendeck

Chiles wilder Süden: Leinwand für Träumer

Das Bild zeigt eine Landschaft im Süden Chiles.

Menschenfeindlich ist nicht der richtige Ausdruck für diese steinerne Einöde am vermeintlichen Ende der Welt. Der Homo sapiens, dieses verletzliche Wesen aus Haut und Knochen gehört hier nicht hin, erscheint schlicht und einfach deplatziert. Hier herrscht mit stiller, unumschränkter Macht die Natur. Regenschauer fegen erbarmungslos über den unheilvoll aufragenden nackten Fels; Sekunden später mutiert er zu einem alles Nieselschleier, mit

Galapagos: In der Werkstatt der Evolution

Landleguan auf Galapagos

Der Bursche grinst mich doch glatt unverschämt an. Seine bernsteinfarbenen Augen gleichen schmalen Schlitzen, sein Schuppenkorsett schimmert seidig-glänzend im Licht der tief stehenden Nachmittagssonne. Völlig entspannt liegt er da, den 80 Zentimeter langen Körper wohlig auf dem aufgeheizten, schwarzen Gestein ausgestreckt, den Kopf neugierig auf dieses seltsame Wesen auf zwei Beinen gerichtet. Das stellt sich gerade die Frage, ob der

Weiße Wanderer in Kanadas Eisbärenbucht

Für einen winzigen Augenblick glaube ich Trauer in ihren dunklen Augen zu entdecken; Schmerz über das seit Monaten nagende Gefühl des Hungers; Schwermut angesichts der spiegelglatten Wasserfläche, die längst unter einem dicken Eispanzer verschwunden sein sollte; Trübsinn angesichts der milden Temperaturen, die so gar nicht zum gefürchteten kanadischen Winter passen wollen. Wie gerne würde ich wissen, was die weiße Wanderin fühlt angesichts

Magie und Menschenmassen in Angkor Wat

Die Brücke zum Südtor von Angkor Wat

Gegen solche Besuchermassen wie in Angkor Wat helfen auch keine noch so ausgeklügelten Pläne. „Wir müssen vor den anderen am Einlass sein“, hatte uns der kambodschanische Reiseführer Sophal eingebläut, was nichts anderes bedeutete, als: am frühen Morgen raus aus den Federn. Dumm nur, dass andere Reisegruppen eine ähnliche Taktik verfolgen. Und seitdem zahlreiche Reiseführer den „Insider-Tipp“ verbreiteten, dass es kaum

Sieben Tage Pilgern in Israel

Temeplberg in Jerusalem im Hahnenschreikirche

Es ist ein besonderer Moment während dieser sieben Tage in Israel, die voll sind mit biblischen Erinnerungsorten, mit durchbeteten Orte voll tiefster Frömmigkeit und Abertausenden Trittstufen, die – von Fußsohlen, Knien und Lippen wieder und wieder gestreift – schon ganz speckig glänzen. In der Jerusalemer St. Anna-Kirche, nur einen Katzensprung vom imposanten Löwentor entfernt, betete schon die Witwe Balduin I.

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